"Drei Generationen Ascloa und mehr"

Uit Ascloa Waypoint jaargang 1 nr.2 winter2010 Door Wiel Verlinden en Wim Puts.

Drei Generationen Ascloa und mehr

Seit gut 25 Jahren segeln sie nun schon in der Spur der “Bagger”; Hans (77) und Kathrin Breuer (74) gehören zu den markantesten Mitgliedern unseres Vereins.

Mit 16 Jahren Kanute am Harixsee schaffte Hans es sogar bis zu den deutschen Meisterschaften. Doch bald gab es für den smarten Jüngling ein stolzes, faltbares Dinghi mit Segel und Seitenschwertern. Über Jost von der Crabben kam er dann mit 23 Jahren nach Asselt. Mit der Familie Bieler, Peters und Mauritz und einigen anderen gehörte er zu den ersten Deutschen, die hier Wassersport betrieben.

Hobby-Segelflieger
In dieser Zeit lernte der Tischlermeister und Hobby-Segelflieger seine Tennis spielende Freundin Kathrin kennen. Sie wollten etwas Gemeinsames machen und entschieden sich dann bald für den noch jungen Wassersport. Da lag Asselt natürlich sehr nahe. ‘Von Feindseligkeiten gegenüber uns Deutschen haben wir damals wenig gespürt’, sagen sie rückblickend.

Bei der zweiten Bootsausstellung in Düsseldorf kauften sie ihr erstes “richtiges Boot”, eine “wunderschöne Koralle”, und legten diese in die bei vielen noch bekannte “Jollenbucht” gegenüber Maaszicht. Der damalige Besitzer dieses Restaurants Jan Scheepers organisierte diesen ungewöhnlichen Hafen.

‘Alles war schon sehr gemütlich dort’, erzählen die beiden etwas wehmütig. ‘Man verabredete sich mit den Nietings, Gebauers, Ottens, und auch die beiden Töchter Sabine (1964) und Claudia (1966) wuchsen hier am kleinen Sandstrand auf.
‘Wassersport war damals schon etwas höher angesiedelt als heute. Nur wer ein Auto hatte, schaffte es damals nach Asselt’, und Hans erzählt stolz von den oft abenteuerlichen Fahrten mit dem alten “Tempo” seines Betriebes, mit dem Boot und Besatzung hin und her transpor-tiert wurden.

Wohnwagen
Bald gab es einen kleinen Wohnwagen, der allerdings mit viel Aufwand mit einer kleinen Fähre an das andere Ufer gebracht werden musste. Eigentlich durfte dieser nicht zum Übernachten verwendet werden, aber wer kontrollierte das schon…. ‘Die Stimmung war einfach schön’, sagt Kathrin, ‘man half sich gegenseitig beim Kochen, jeder brachte etwas mit oder passte auf die Kinder auf. Man war halt befreundet!’

Mit dem Heranwachsen der beiden Kinder wurden auch die Boote größer: BM´s, Conger und Ron und Irmgard Schlüter legten sich sogar einen Flying Dutchman zu.
Klar, etwas von dieser Stimmung vermissen sie heute bei Ascloa. Als einer der Gründe nennt Hans die Integration des alten “Scheepers -Clubs” in den Wassersport Verein Ascloa. Man hat dabei vielleicht zu wenig auf alte bestehende Freundschaften geachtet,” meint Hans, im großen Ganzen sei der Übergang jedoch gut gelungen.

Lachfältchen
Und heute? Die freundlichen Lachfältchen im Gesicht der beiden machen deutlich, dass sie sich hier sehr wohl fühlen. ‘Asselt ist für uns eine Heimat geworden, eine Art roter Faden in unserem Leben…’. Wen wundert´s. Tochter Sabine segelt mit ihrem Mann Norbert das “alte” Familienboot (Neptun 25) und deren Kinder Max (18) und Paula (14) machen mit dem “Sternchen Centauer” die Asselter Plassen unsicher. Auch die jüngere Tochter
Claudia und ihr Mann Thomas gehören zu den aktivsten Mitgliedern unseres Vereins und sind mit ihrer (von Günther Grünast erworbenen) Delanta viel unterwegs. “Wir haben unsere Kinder immer in allen Entscheidungen mit einbezogen”. Und Hans und Kathrin glauben, das sei der Schlüssel ihres guten innerfamiliären Verständnisses.

Und fast vergessen; Hans Patenkind Susanne, mit Mann Joachim und Tochter Lisa gehören samt Oldtimeryacht zum Breuerclan dazu. ‘ Wir sind stolz auf unsere Saphir und wollen das Schiff und nicht zuletzt die schöne Asselter Natur noch lange genießen!’,  sagt der Clanchef.
Für die Zukunft unseres Vereins wünscht er sich “eine aktive Verjüngung”  und: ‘Jeder, der kann, sollte sich für den Verein einsetzen, wie in einer großen Familie. Das Wort MITGLIED verpflichtet!’

Für den leisen Macher Hans Breuer endet im kommenden Jahr seine Arbeit als Technik-kommissar: ‘Da sollen jetzt Jüngere heran!’  Seine Ernennung zum Ehrenmitglied von Ascloa ist ein Ausdruck des Dankes für seinen vorbildhaften Einsatz.

Aus; Ascloa Waypoint winter 2010.

Möge diese Erinnerung an ein wunderbares Seglerleben für die Familie ein Trost sein und ein Auftrag in Hans Sinne weiterzumachen!

Wiel Verlinden.

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